Ernährung

Wieso Sie bei Hashimoto öfter mal glutenfreie Alternativen wählen sollten…

Als Hashimoto Patient leiden Sie unter einer autoimmunen Erkrankung. Das bedeutet, dass das Immunsystem verrückt spielt und fälschlicherweise körpereigene Zellen, in Ihrem Fall Schilddrüsenzellen, angreift. Nun ist es so, dass ein außer Rand und Band geratenes Immunsystem leider häufig gleich auch noch andere Bereiche in Mitleidenschaft zieht – im Eifer des Gefechts – sozusagen.
Immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen weisen beispielsweise darauf hin, dass eine durch Gluten ausgelöste Zöliakie gehäuft zusammen mit Hashimoto auftritt. Für Experten wie beispielsweise den griechischen Arzt und Forscher Dr. Elias Mazokopakis aus der Abteilung für Innere Medizin des Krankenhauses in Chania / Kreta liegt der Verdacht nahe, dass Gluten bei Hashimoto-Thyreoiditis die Autoimmunreaktion gegen das Schilddrüsengewebe auslösen und auch im weiteren Krankeitsverlauf negative Auswirkungen auf das Ausmaß der Schilddrüsenentzündung haben könnte.
Das auch als Klebereiweiß bekannte Gluten besteht aus den Proteinen Gliadin und Glutenin. Es ist in den meisten Getreidesorten (besonders Weizen, aber auch Roggen oder Dinkel) enthalten. Dass Gluten eine Zöliakie auslösen kann, ist inzwischen hinlänglich bewiesen.
Diese durch Gluten verursachte Autoimmunerkrankung des Dünndarmes kommt wie oben gesagt auch häufig als Begleiterkrankung bei Hashimoto-Thyreoiditis vor.
Neben der echten Zöliakie mit nachweisbaren Antikörpern gegen Gliadin im Blut, gibt es aber auch viele Fälle der milderen Glutensensitivität, bei der keine Antikörper gegen Gliadin nachweisbar sind.
Auch diese steht jedoch im Verdacht, weitere Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis oder Diabetes mellitus Typ 1 auslösen oder zumindest begünstigen zu können.

 

Dr. Elias Mazokopakis empfiehlt daher in seinem 2017 erschienen Übersichtsartikel zum Thema Ernährung bei Hashimoto, dass sich Hashimoto Patienten auf Zöliakie testen lassen sollten. Auch bei einem negativen Befund mache es Sinn, einmal versuchsweise auf Gluten zu verzichten: „Hashimoto Patienten mit und ohne Zöliakie scheinen im Hinblick auf den Krankheitsverlauf und mögliche Krankheitskomplikationen von einer glutenarmen Ernährungsweise zu profitieren“.

Weiterhin weist der Experte auf die Bedeutung einer krankheitsangemessenen Versorgung insbesondere mit Jod (hier sollte die Zufuhr begrenzt werden), Selen und Vitamin D hin.
Praktisch: In dem indikationsangepassten Mikronährstoffpräparat Fertilovit® F THY sind all diese Punkte mit nur einer Kapsel am Tag bereits berücksichtigt: Die glutenfreie Kapsel enthält 100 % der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin D, 100 µg Selen, eine indikationsangepasste Rundumversorgung mit allen wichtigen Vitaminen – und das Ganze selbstverständlich frei von Jod!

 

Quellenangabe:
Michael I. Liontiris, MD, Elias E. Mazokopakis MD, PhD . A concise review of Hashimoto thyroiditis (HT) and the importance of iodine, selenium, vitamin D and gluten on the autoimmunity and dietary management of HT patients. Points that need more investigation. Hell J Nucl Med 2017; 20(1): 51-56

Über den Autor

Dr. rer. nat. Birgit Wogatzky

Dr. rer. nat. Birgit Wogatzky

Die Diplom-Biologin und Ernährungsexperting Dr. rer. nat. Birgit Wogatzky befasst sich seit vielen Jahren mit den Bedürfnissen von Kinderwunschpaaren. Für den „fruchtbarkeit-blog“ berichtet sie immer wieder in allgemein verständlicher Weise von aktuellen Forschungserkenntnissen rund um das Thema „Lifestyle und Ernährung bei Kinderwunsch.

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