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Schwangerschaftsdiabetes: Risiken für das Kind

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Ein Schwangerschaftsdiabetes ist für die Mutter eine vorübergehende Erscheinung, für das Kind kann es aber dauerhafte, negative Folgen haben. Deswegen untersuchen Ärzte mittlerweile standardmäßig ab der 24. Schwangerschaftswoche, ob Mutter und Nachwuchs unter Schwangerschaftsdiabetes leiden. Stellen sie diese Erkrankung fest, müssen die Eltern nicht in Panik ausbrechen: Sie lässt sich mit unterschiedlichen Methoden wirkungsvoll überwinden.

Die Ursachen des Schwangerschaftsdiabetes

Der sogenannte Gestationsdiabetes kommt bei etwa 3,7 % der Schwangeren vor und zählt damit zu den häufigsten Erkrankungen während der neun Monate. Sie beruht auf der Hormonumstellung während der Schwangerschaft, die den Zuckerstoffwechsel durcheinanderbringen kann. Viele Schwangere haben erhöhte Blutzuckerwerte. Erst wenn diese einen bestimmten Wert überschreiten, wird Diabetes diagnostiziert. In der Regel verschwinden die Erkrankungserscheinungen bei der Mutter kurz nach der Geburt wieder. Es gibt Faktoren, welche die Wahrscheinlichkeit dieser Beschwerde deutlich erhöhen. Das Fachportal www.diabetes-wiki.org nennt folgende Risiken: Erstens leiden werdende Mütter darunter, die dafür eine genetische Veranlagung haben. Zweitens sind Frauen betroffen, die Übergewicht aufweisen oder sich im Übermaß ungesund ernähren. Drittens steigt das Risiko mit zunehmendem Alter, ab einem Alter von 30 Jahren erhöht sich die Gefahr.

Mögliche Folgen für das Kind

Für die Mütter hat der Schwangerschaftsdiabetes kaum Auswirkungen. Sie sehen sich mit den typischen Symptomen des Diabetes mellitus konfrontiert, die nach der Geburt der Vergangenheit angehören werden. Gravierender können die Folgen für das Kind sein. Die Nährstoffe im Körper der Mutter gehen über den Mutterkuchen und die Nabelschnur in den Kreislauf des Ungeborenen über. Die hohen Blutzuckerwerte führen dazu, dass der Nachwuchs übermäßig Insulin produziert und den Zucker als Fett einlagert. Daraus resultiert Übergewicht, eine zu massive Körpergröße und eine überdurchschnittliche Anfälligkeit für chronischen Diabetes. Dennoch: Betroffene sollten sich keine übermäßigen Sorgen machen. Trotz der Diagnose ist der überwiegende Teil der Neugeborenen gesund.

Die geeignete Behandlungsmethode bei Schwangerschaftsdiabetes

Zuerst sollte ein Arzt den Grund für den Schwangerschaftsdiabetes diagnostizieren. In knapp 90 % schafft eine Umstellung der Ernährung Abhilfe. Fachleute raten zu einer ausgewogenen Ernährung, die unter anderem Vollkornbrot, Obst und Gemüse sowie ungezuckerte Getränke umfassen sollte. Viel Bewegung ist ebenfalls empfehlenswert, auf Alkohol sollten Schwangere dagegen selbstverständlich verzichten. Bei einer schwerwiegenderen Diagnose entscheiden sich Ärzte für eine zeitlich begrenzte Therapie mit Insulinspritzen.

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