Schwangerschaft

Sie sind schwanger? Das sollten Sie jetzt wissen

Wir wissen heutzutage aus dem Forschungszweig der Epigenetik, dass unsere Lebens- und Ernährungsweise vor und während der Schwangerschaft einen nachhaltigen Einfluss auf die spätere Gesundheit und das Wohlbefinden des Kindes hat.

Das bedeutet, dass Elternschaft nicht erst mit dem Windelwechseln beginnt, sondern schon lange vor der Geburt und sogar schon vor der Empfängnis.

Denken Sie während der Schwangerschaft daran, dass Sie der einzige Mensch auf der Welt sind, der diesem kleinen Wunder in Ihrem Inneren die beste Umgebung für seine Entwicklung bieten kann. Passen Sie also gut auf sich und Ihr ungeborenes Kind auf.

Es gibt eine riesige Menge an Ratschlägen da draußen und es kann manchmal ein wenig überwältigend erscheinen. Aus diesem Grund habe ich einige Tipps für Sie zusammengestellt, die ich nicht nur aus fachlicher Expertise, sondern auch aus persönlicher Erfahrung als hilfreich empfunden habe 😊

Einige der grundlegenden Ratschläge für die Schwangerschaft sind allgemein bekannt, z. B. nicht rauchen, keine Drogen nehmen, nicht trinken, sich ausruhen. Ich möchte Ihre Zeit nicht damit verschwenden, auf diese Aspekte einzugehen, sondern mich von Anfang an auf weniger bekannte Ratschläge für eine gesunde Schwangerschaft und Gesundheitsvorsorge Ihres Babys konzentrieren.

Vereinbaren Sie einen  Arzttermin

Sobald Sie schwanger sind (und idealerweise sogar schon vorher, sobald Sie Kinderwunsch haben), ist es Zeit für einen Arzttermin. Dabei erhalten Sie wichtige Hinweise bezüglich Ihrer aktuellen Medikamente bis hin zu Ihren Impfungen. Informieren Sie Ihren Arzt dafür auch über alle rezeptfreien Medikamente, die Sie verwenden, denn selbst häufig verwendete Schmerzmittel wie Ibuprofen können das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Ihr Arzt wird Ihnen für die Zeit von Kinderwunsch und Schwangerschaft geeignete Alternativen vorschlagen. Neben Medikamenten müssen möglicherweise auch Nahrungsergänzungsmittel oder „natürliche“ Heilmittel unter die Lupe genommen werden. Sogar einige ätherische Öle sollten Sie während Ihrer Schwangerschaft vermeiden, da sie Wehen fördern können. Dazu gehören vor allem Kampfer, Nelken, Ingwer, Zimt, Muskatellersalbei und Eisenkraut.

Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft sind eine wesentliche Säule der Gesundheitsvorsorge für Sie und Ihr Baby. Sie sorgen dafür, dass mögliche Probleme frühzeitig erkannt werden. Gehen Sie daher regelmäßig zu Ihren Vorsorgeuntersuchungen wie von Ihrem Arzt empfohlen. Übrigens: Es muss nicht immer Ihr Frauenarzt / Ihre Frauenärztin sein, viele Vorsorgeuntersuchungen werden auch von Hebammen angeboten.

Suchen Sie zusätzlich zu Ihren regelmäßigen Kontrolluntersuchungen Ihren Arzt auf, wenn Sie Schmerzen jeglicher Art, starke Krämpfe, Wehen im 20-Minuten-Takt, vaginale Blutungen oder Flüssigkeitsaustritt, Ohnmacht, Herzklopfen, ständige Übelkeit und Erbrechen, Ödeme, oder deutlich verminderte Aktivität Ihres Babys wahrnehmen.

Der andere Arzt, den ich Ihnen empfehle, ist Ihr Zahnarzt / Zahnärztin. Früher sagte man, dass jede Schwangerschaft einen Zahn kostet. Dank moderner Zahnpflege ist dies nicht mehr der Fall. Die Schwangerschaft ist jedoch eine Zeit in Ihrem Leben, in der eine intensive Zahnhygiene erforderlich ist und eine Kontrolle bei Ihrem Zahnarzt empfohlen wird.

Gefahrenstoffe meiden

Natürlich wissen Sie, dass Tabak, Alkohol und illegale Drogen sowieso ein ernstes Gesundheitsrisiko für Ihr zukünftiges Kind darstellen können und Sie das alles unbedingt meiden müssen. Wenn Sie nun aber feststellen sollten, dass Sie trotz bester Absichten nicht aufhören können zu rauchen, zu trinken oder Drogen zu nehmen, ist es wirklich wichtig, mit Ihrem Arzt zu sprechen. Ein Arzt kann Sie beraten und unterstützen und Ihnen ein Programm empfehlen, das Ihnen mit dem Aufhören hilft.

Was ist mit anderen Giftstoffen? Wussten Sie, dass auch Lösungsmittel wie Lackverdünner und Nagellackentferner schädlich sein können? Auch der Inhalt der Reinigungsmittel, die Sie zu Hause verwenden, ist einen zweiten Blick wert. Achten Sie während der Schwangerschaft darauf, die Schadstoffexposition auf ein Minimum zu reduzieren. Warum also nicht mildere, natürlichere Alternativen wählen?

Hygiene

Es gibt eine Reihe von Infektionen, die Sie während der Schwangerschaft vermeiden sollten, da sie das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen erhöhen können (z. B. Streptokokken der Gruppe B, Zytomegalie und Windpocken). Handhygiene mit häufigem und gründlichem Händewaschen ist eine gute Möglichkeit, sich und Ihr Baby vor diesen Infektionen zu schützen. Ich empfehle, ein Handdesinfektionsmittel mitzunehmen, wenn Sie unterwegs sind.

Eine andere Infektion, die Sie vermeiden sollten, ist Toxoplasmose. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die durch einen Parasiten verursacht wird, den Katzen übertragen können. Daher empfehle ich, dass sich während Ihrer Schwangerschaft Ihr Partner / Ihre Partnerin um die Katzentoilette kümmert. Da Katzen in der Nähe sein können, ohne dass Sie es merken, ist es ratsam, Handschuhe zu tragen, wenn Sie im Garten arbeiten (wo möglicherweise Katzen waren).

Nicht schwer heben

Sie haben vielleicht schon davon gehört, dass schwangeren Frauen geraten wird, keine schweren Gegenstände zu heben. Das liegt vor allem daran, dass dadurch der ohnehin stark belastete Beckenboden und Rücken noch stärker gestresst werden – das Risiko für Rückenprobleme, Beckenbodenschwäche und Inkontinenz steigt dadurch langfristig. Als Richtlinie gilt, dass Schwangere regelmäßig keine Lasten von mehr als fünf Kilogramm oder bzw. gelegentlich Lasten von mehr als zehn Kilogramm heben sollten. Wenn Sie Ihr älteres Kind in den Arm nehmen, sich dabei aber wohl fühlen, dann ist das kein Problem. Aber es ist wichtig, auf den eigenen Körper zu hören, wenn Sie das Gefühl haben, dass es ihm jetzt nicht so gut geht. Ebenso wichtig: Achten Sie auf rückengesundes Heben: Bücken Sie sich nicht, um Dinge / Kinder aufzuheben, sondern gehen Sie bewusst in die Knie. Dann ziehen Sie am besten den Gegenstand bzw. das Kind ganz nah an Ihren Körper und richten sich langsam mit geradem Rücken auf.

Behalten Sie Ihre Gewichtszunahme im Auge

Während Ihrer Schwangerschaft werden Sie erheblich an Gewicht zunehmen. Wie auch unter normalen Umständen ist es dabei am besten, in einem gesunden Bereich zu bleiben. Eine zu geringe Gewichtszunahme kann zu einem niedrigen Geburtsgewicht für Ihr Baby führen, was wiederum eine der Hauptursachen für Entwicklungsprobleme ist. Zu viel Gewicht kann das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes erhöhen und Kinder übergewichtiger Mütter haben oft selbst gesundheitliche Probleme.

Was also ist eine gesunde Gewichtszunahme während der Schwangerschaft? Im ersten Trimester werden Sie in der Regel nur wenig zunehmen, manche Frauen können im ersten Trimester aufgrund der morgendlichen Übelkeit sogar abnehmen. Eine spürbare Gewichtszunahme beginnt normalerweise erst um Ihr zweites Trimester herum.

Die normale Gewichtszunahme liegt dabei je nach individueller Ausgangssituation zwischen fünf und 18 Kilogramm. Bei zuvor normalgewichtigen Schwangeren liegt der Durchschnitt zwischen 11 und 16 Kilogramm. Übergewichtige Frauen sollten nicht mehr als fünf bis neun Kilo zunehmen.

Bei Mehrlingsschwangerschaften gelten höhere Richtwerte für das mütterliche Körpergewicht, da bei mehreren heranwachsenden Kindern mehr Blut, mehr Fruchtwasser, mehr Plazentagewebe etc. für eine optimale Versorgung gebildet werden.

Bei Zwillingen ist daher mit einer Gewichtszunahme von etwa 15,5 bis 20 Kilogramm zu rechnen. Wenn eine Frau mit Drillingen schwanger ist, gehen Gynäkologen und Hebammen von einem Schwangerschaftsgewicht von etwa 20,5-23 Kilogramm mehr aus.

Während Ihrer Kontrolluntersuchungen wird Ihr Arzt Ihr Gewicht überwachen, aber ich empfehle, es etwa einmal pro Woche selbst zu überprüfen, damit Sie wissen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind. Dies wird Ihnen helfen, mögliche Probleme schnell zu erkennen. Zum Beispiel:

Eine sehr schnelle Gewichtszunahme von einem Kilo und mehr pro Schwangerschaftswoche über mehrere Wochen kann ein Hinweis auf Wassereinlagerungen, sogenannte Ödeme, sein. In manchen Fällen kann eine ausgeprägte Wassereinlagerung ein Warnzeichen für eine Präeklampsie (auch Gestose oder schwangerschaftsbedingte Hypertonie, früher Schwangerschaftsvergiftung genannt) oder Schwangerschaftsdiabetes sein. Sprechen Sie bei so schnellen Gewichtszunahmen daher unbedingt mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Gynäkologen.

Bewegung

Körperliche Aktivität in der Schwangerschaft tut Mutter und Kind gut und wirkt sich positiv auf den Schwangerschaftsverlauf aus. Bewegung und Sport können Rückenschmerzen und Durchblutungsstörungen vorbeugen und sogar die morgendliche Übelkeit während der Schwangerschaft lindern. Schwangere, die regelmäßig Sport treiben, haben während der Schwangerschaft seltener Bluthochdruck oder Schwangerschaftsdiabetes. Natürlich hilft regelmäßige Bewegung auch dabei, nicht zu stark an Gewicht zuzunehmen und letztendlich ist es sicherlich leicht verständlich, dass eine gewisse Grundfitness auch von Vorteil für den anstrengenden Geburtsprozess sein kann.

Körperliche Aktivität bedeutet dabei nicht nur Sport an sich, sondern auch Bewegung im Alltag: öfter zu Fuß gehen, die Treppe statt den Aufzug nehmen, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Schwangere sollten lange sitzende Tätigkeiten vermeiden oder zumindest zwischendurch immer wieder aufstehen.

Beim Sport wird eine „moderate Aktivität“ als ratsam angesehen.  Der Fachmann spricht von aerobem Training. Als Faustregel gilt: Sie sollten sich während des Sports noch gut unterhalten können und nicht ganz „außer Atem“ sein. Längere anaerobe Belastungen, bei denen Sie ordentlich aus der Puste geraten, bis hin zur Überanstrengung, ist jetzt natürlich nicht das Richtige.

Hören Sie also gut auf Ihren Körper: Sind Sie völlig außer Atem, verspüren Sie vielleicht sogar ein unangenehmes Ziehen oder sogar Schmerzen? Hören Sie auf zu trainieren und machen Sie eine Pause!

Besondere Vorsicht ist bei einer Risikoschwangerschaft (erhöhtes Risiko für Fehlgeburten, Blutungen, vorzeitige Wehen, Vorerkrankungen oder gesundheitliche Probleme während der Schwangerschaft) geboten. In diesem Fall rate ich Ihnen, mit Ihrem Arzt zu besprechen, ob Sie Sport treiben können und welche Sportart für Sie geeignet wäre.

Grundsätzlich sind Sportarten wie Walking, Nordic Walking oder Radfahren in moderatem Tempo ideal während der Schwangerschaft. Probieren Sie gerne auch Schwimmen, Aqua-Fitness, Langlauf, schonende Aerobic, Gymnastik, Pilates oder Schwangerschaftsyoga aus.

Alle Sportarten mit Stößen, Schlägen oder Sprüngen sowie Sportarten mit hohem Sturz- und Verletzungsrisiko sind während der Schwangerschaft hingegen nicht geeignet. Dazu zählen zum Beispiel Mannschaftssportarten, Kontaktsportarten, Kampfsportarten, Reiten etc. Übrigens: Auch starke Höhenunterschiede sind nicht ideal. Planen Sie für Ihre letzten Urlaubsreisen ohne Baby deswegen besser keinen Tauchurlaub oder eine Alpenüberquerung ein.

Ernährung

Das wichtigste Motto für die Ernährung während der Schwangerschaft lautet „Qualität toppt Quantität“. Entgegen landläufiger Meinung müssen Sie nicht für zwei essen, was die Nahrungsmenge anbelangt (der zusätzliche Energiebedarf während der Schwangerschaft ist nicht so hoch). Jedoch sollten Sie auf eine hochwertige Ernährung mit gesunden Zutaten achten. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie unseren Artikel zur Ernährung in der Frühschwangerschaft:

Shopping 😀

Während der Schwangerschaft haben Sie eine perfekte Ausrede für einen Einkaustrip! Natürlich brauchen Sie sowieso Umstandsmode, die Babyausstattung und so weiter, aber was ich wirklich meine, sind bequeme, gut sitzende BHs und Schuhe (sorry, Mädels, nicht diese schicken, ach so modischen) .

Mit fortschreitender Schwangerschaft werden Sie nämlich feststellen, dass Ihr normaler BH nicht mehr richtig sitzt. Sie brauchen jetzt auf jeden Fall einen BH, der das zusätzliche Gewicht tragen kann. Wenn Sie ein knappes Budget haben und nicht in große BHs investieren möchten, die Sie nur für einige Monate während der Schwangerschaft benötigen, suchen Sie doch einfach nach einem hübschen Still-BH, den Sie auch für die Monate nach der Geburt tragen können?

Was ist mit Schuhen? Während Sie vielleicht bereits wissen, dass Ihre Brüste während Ihrer Schwangerschaft größer werden, ist Ihnen wahrscheinlich nicht klar, dass Sie möglicherweise auch größere Schuhe benötigen werden. Das liegt an Ihrer Gewichtszunahme in Kombination mit einer Schwerpunktverlagerung durch den wachsenden Bauch. Darüber hinaus kann Flüssigkeitsansammlung am Ende Ihrer Schwangerschaft zu geschwollenen Knöcheln führen. Ich empfehle dringend, in ein Paar bequeme Schuhe zu investieren, die wirklich passen. Am besten wären welche mit einem orthopädischen Fußbett, um eine schmerzhafte Überpronation oder ein Abflachen der Füße zu vermeiden. Übrigens: Wenn Sie noch zögern, Schuhe eine halbe oder sogar eine Nummer größer als vor der Schwangerschaft zu kaufen, sollten Sie wissen, dass viele Frauen auch nach der Geburt eine größere Schuhgröße behalten.

Zeit für Urlaub

Wenn Sie ein neues Baby erwarten, ist Ihre Schwangerschaft der perfekte Zeitpunkt für einen Urlaub. Genauer gesagt ist der mittlere Schwangerschaftsabschnitt (14 bis 28 Wochen) perfekt. Dann leiden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr unter morgendlicher Übelkeit und das Risiko einer Fehlgeburt und Frühgeburt ist sehr gering. Fragen Sie dennoch Ihren Arzt / Ihre Ärztin, bevor Sie Reisepläne schmieden 😊

Wenn Sie planen zu fliegen, sollten Sie die Richtlinien der Fluggesellschaft für schwangere Frauen kennen. Da mehrere Stunden stilles Sitzen das Thromboserisiko erhöhen kann, empfehle ich, viel Wasser zu trinken, um hydriert zu bleiben, und während Flugreisen jede halbe Stunde aufzustehen und umherzugehen. Tipp: Wenn Sie einen Gangplatz bekommen, haben Sie mehr Platz und können leichter aufstehen. Der gleiche Rat gilt auch für lange Autofahrten – legen Sie regelmäßig Pausen ein, um sich die Beine zu vertreten. Übrigens: Wenn Sie Auto fahren, tragen Sie einen Dreipunkt-Sicherheitsgurt. Achten Sie darauf, dass der Schultergurt über die Schulter, das Schlüsselbein und nach unten über die Brust, zwischen den Brüsten verläuft und der Beckengurt so tief wie möglich unter dem Bauch und dem Baby getragen wird.

Hautpflege

Wenn Sie schwanger sind, reagiert Ihre Haut empfindlicher auf Sonnenlicht als sonst. Verwenden Sie eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 30 oder höher (viele Marken bieten jetzt Rezepturen an, die frei von Chemikalien sind) und tragen Sie einen Hut und eine Sonnenbrille.

Ihr Bauch muss sich bis zum Ende der Schwangerschaft sehr stark dehnen und ich empfehle, ihn regelmäßig mit hochwertigem Körperöl zu behandeln, um die Elastizität der Haut zu erhalten und Dehnungsstreifen zu reduzieren.

Schwangerschaftsvitamine

Wenn Sie Kinderwunschvitamine eingenommen haben, empfehle ich Ihnen, diese während des ersten Trimesters Ihrer Schwangerschaft weiter zu verwenden. Dies unterstützt Sie und die frühen Entwicklungsschritte Ihres Babys. Gerade für die Bildung des Neuralrohrs Ihres Babys, das zum Gehirn und Rückenmark wird, ist es wichtig, dass Sie von Anfang an gut mit essentiellen Nährstoffen wie Folsäure versorgt sind.

Nach dem ersten Trimester wird sich Ihr Bedarf an essentiellen Nährstoffen ändern. Neben einer umfassenden Versorgung mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen ist es besonders wichtig, dass Ihr Baby jetzt ausreichend Material für die erstaunlich schnelle Entwicklung von Gehirn und Augen bekommt. Empfehlenswert sind daher Schwangerschaftsvitamine mit hochwertigen Omega-3-Fettsäuren sowie Cholin.

Beide dienen als Bausteine ​​für Nervenzellen und haben sich als sehr wichtig für die Entwicklung von Gehirn und Sehvermögen erwiesen. Darüber hinaus legen neuere Untersuchungen nahe, dass Omega-3-Fettsäuren das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Präeklampsie (Bluthochdruck während der Schwangerschaft mit erhöhter Proteinausscheidung im Urin) minimieren und sowohl vor Frühgeburten als auch vor niedrigem Geburtsgewicht schützen können.

Für Cholin gibt es Hinweise, dass eine Ergänzung der mütterlichen Ernährung mit Cholin eine schützende Wirkung auf die Gehirnentwicklung haben kann, beispielsweise wenn eine Mutter während der Schwangerschaft eine Infektion erleidet. Gerade während der aktuellen Coronavirus-Pandemie plädiere ich daher für die Wahl einer pränatalen Nahrungsergänzung mit Cholin.

Über den Autor

Dr. rer. nat. Birgit Wogatzky

Die Diplom-Biologin und Ernährungsexperting Dr. rer. nat. Birgit Wogatzky befasst sich seit vielen Jahren mit den Bedürfnissen von Kinderwunschpaaren. Für den „fruchtbarkeit-blog“ berichtet sie immer wieder in allgemein verständlicher Weise von aktuellen Forschungserkenntnissen rund um das Thema „Lifestyle und Ernährung bei Kinderwunsch.

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