Schwangerschaft

Hilfe bei Übelkeit in der Schwangerschaft

Endlich schwanger?

Herzlichen Glückwunsch!!!

Lange haben Sie auf diese besondere Zeit in Ihrem Leben gewartet, jetzt ist die Freude natürlich riesengroß! Nichtsdestotrotz können manche „Begleiterscheinungen“ die Freude doch manchmal ein wenig trüben. Dazu gehört zum Beispiel das Thema Übelkeit.

Mit Beginn der Schwangerschaft setzt eine immense Umstellung der Hormone ein. Insbesondere die starke Produktion der Hormone β-hCG (humanes Choriongonadotropin), Östrogen und Progesteron stehen im Verdacht, Übelkeit auszulösen.
Viele Frauen haben besonders in den ersten drei Monaten ihrer Schwangerschaft damit zu kämpfen. Die Übelkeit kann dabei von schwachem Unwohlsein bis zu starkem Erbrechen reichen. Ein kleiner Trost: Übelkeit in der Schwangerschaft ist ganz normal und laut dem Berufsverband der Frauenärzte haben Frauen mit Schwangerschaftsübelkeit sogar statistisch gesehen seltener Fehlgeburten. In den meisten Fällen verschwinden die Beschwerden nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel ganz von selbst.

Die nachfolgenden Tipps können dabei helfen, die Zeit bis dahin gut zu überstehen:

Kleiner Snack vor der Nachtruhe und ausreichend Schlaf
Besonders am Morgen klagen viele Frauen über Übelkeit. Dieser kann etwas entgegen gewirkt werden durch einen leichten Snack (z.B. Joghurt, Milchgetränk) vor dem Schlafengehen.
Wichtig ist zudem, ausreichend Schlaf zu bekommen, denn die hormonellen Veränderungen zu Beginn der Schwangerschaft rauben viel Energie.

Imbiss noch vor dem Aufstehen
Noch vor dem Aufstehen können Sie eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Ideal ist etwas Unverderbliches, das man sich bereits am Abend griffbereit auf den Nachttisch legen kann. Es bietet sich beispielsweise Zwieback, ein Keks oder etwas Knäckebrot an. Damit wird der Blutzuckerspiegel, der morgens sonst recht niedrig ist und so die Übelkeit verstärkt, etwas angehoben.

Lieber häufige, aber dafür kleine Mahlzeiten
Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, sorgen dafür, dass Ihr Magen nie ganz leer ist. Größere Mengen liegen schwer im Magen und fördern eher die Übelkeit.

Ingwer
Ein altes Hausmittel gegen Übelkeit ist Ingwer. Viele Schwangere schwören auf Ingwertee. Unterwegs sind Ingwerbonbons praktisch.
Jedoch liest man in manchen Internetforen, dass Ingwer in der Schwangerschaft nicht ganz unbedenklich sei, es stehe im Verdacht, die Wehentätigkeit zu fördern.
Experten erklären dazu, dass eine angemessene Menge Ingwer völlig unbedenklich und für die Anwendung bei Schwangerschaftsübelkeit zu empfehlen sei. Für höhere Dosierungen lägen jedoch keine ausreichenden Erkenntnisse vor. Vorsichtshalber sollte man es also nicht übertreiben.
Es gibt eine Faustregel: 4 Gramm gelten gemeinhin als obere Grenze, wie viel Ingwer man am Tag zu sich nehmen sollte. Genauer gesagt: Studien haben gezeigt, dass es bis zu dieser Menge keine negativen Nebenwirkungen gibt – unabhängig davon, ob man schwanger ist oder nicht. Das soll nicht heißen, dass größere Mengen bedenklich sind – nur wurden solche Mengen noch nicht in Studien untersucht.

Fettige und stark gewürzte Gerichte meiden
Speisen, die fett, stark gewürzt, sehr säurehaltig oder scharf sind, reizen den Magen und können so Übelkeit auslösen. Setzen Sie daher lieber auf eine leichte, vitaminreiche Kost mit frischen Kräutern. Das ist langfristig auch am besten für Ihre Gesundheit und die Ihres Babys.

Unangenehme Gerüche
Viele Frauen beobachten, dass sich ihr Geruchssinn in der Schwangerschaft verändert: Sie sind jetzt besonders empfindlich gegenüber unangenehmen Gerüchen. Wo möglich, sollten Sie diesen am besten aus dem Wege gehen.

Trinken – viel und richtig
Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – mindestens zwei Liter am Tag. Verdünnte Saftschorlen, Mineralwasser, Früchte- oder Kräutertees sind besonders geeignet. Stark zuckerhaltige Getränke sind nicht empfehlenswert.
Alkohol ist natürlich tabu! Aber auch säurehaltige Getränke wie Coca Cola, Kaffee oder Orangensaft belasten unnötig den Magen. Auf Getränke, die Chinin enthalten (wie beispielsweise Tonic Water), sollten Sie gänzlich verzichten.

Akupressur
Akupressur ist eine geeignete Methode, um akute Übelkeit schnell zu verringern: Drücken Sie dafür mit drei Fingern auf die Innenseite Ihres Unterarmes, kurz unterhalb des Handgelenkes. Es gibt auch spezielle Akupressurbänder, die diesen Punkt gezielt stimulieren.

B-Vitamine
Fertilovit® F or 2 mit Vitamin-B Komplex kann zusätzlich helfen, dass Sie sich in Ihrer Schwangerschaft wohl fühlen. Das darin enthaltene Vitamin B6 reguliert die Hormonbildung, sodass dass sie sich in einem normalen Rahmen bewegt.
Optimal ergänzt wird Vitamin B6 durch die Vitamine B1 und B12. Diese tragen zu einem normal funktionierenden Nervensystem und Energiestoffwechsel bei.

Über den Autor

Dr. rer. nat. Birgit Wogatzky

Dr. rer. nat. Birgit Wogatzky

Die Diplom-Biologin und Ernährungsexperting Dr. rer. nat. Birgit Wogatzky befasst sich seit vielen Jahren mit den Bedürfnissen von Kinderwunschpaaren. Für den „fruchtbarkeit-blog“ berichtet sie immer wieder in allgemein verständlicher Weise von aktuellen Forschungserkenntnissen rund um das Thema „Lifestyle und Ernährung bei Kinderwunsch.

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